Warum trauern für Uns wichtig ist!


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Unter "Trauer" versteht die Wissenschaft die psychischen Reaktionen, die nach dem Verlust eines nahe stehenden Menschen, eines Tieres oder auch einer Sache durch Tod oder Trennung auftreten können. Trauer ist normal. Sie gehört ganz natürlich zum Prozess des Abschiednehmens. Der Trauer sollte Raum und Zeit gegeben werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Trauerprozess einige Wochen, Monate oder Jahre dauert.

Trauer braucht Zeit und Raum

Trauer sollte nicht verdrängt werden. Es ist eine wissenschaftlich anerkannte Tatsache, dass unverarbeitete Trauer zu seelischen Schäden, bis zu physischen Krankheiten führen kann. Zu den mit der Trauer verbundenen Gefühlen gehören Verlassenheit, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Beklemmung, Wut, Angst, Zorn und manchmal auch Erleichterung.

Trauer kann sich jedoch auch körperlich auswirken, beispielsweise in Müdigkeit, Überempfindlichkeit gegen Lärm, Muskelschwäche, Magenschmerzen, Atemnot oder Schüttelfrost. Zur Trauer gehört gemeinhin auch das Weinen. Jedoch ist es auch normal, wenn nicht oder kaum geweint wird, denn jeder Mensch verarbeitet Trauer auf seine Weise.

Im ersten Moment bewirkt der Tod des geliebten Menschen oft eine Art Schockzustand, der stunden- oder tagelang anhalten kann. Der Trauernde kann nicht fassen, was geschehen ist, und fühlt sich wie erstarrt.

Jeder von uns kann in eine Situation kommen, man glaubt, in ein tiefes Loch zu fallen, an dem Verlust zu zerbrechen und man hat das Gefühl keine Kraft zu haben, aus diesem Loch selbst wieder rauszukommen.

Aber Trauer ist wichtig, um das Erlebte bzw. den Verlust zu verarbeiten und jeder sollte sich dieses auch zugestehen.

Die Trauerphasen bestehen häufig aus vielen Auf und Abs. In den meisten Fällen wird der Schmerz nie ganz verschwinden, man lernt nur, besser damit umzugehen. Und jeder geht mit Trauer anders um.

Während etwa eine Person ihre Trauer nicht nach außen zeigt und damit vielleicht andere irritiert, trägt eine andere alle Traueremotionen nach außen.

Aber wie kann man die Trauer überwinden?

Es gibt kein Patentrezept oder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den Trauerschmerz zu überwinden, auch weil die Trauerarbeit individuell ist.

Aber es gibt Möglichkeiten, die die Trauerarbeit unterstützen:

1. Trauer zulassen


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Viele Menschen glauben, sie müssen stark sein, sie dürfen ihre Trauer und die Emotionen nicht zeigen. Das hat oft einen größeren Schmerz zur Folge und damit zieht sich die Traurigkeit ins unendliche. Trauer sollten Sie sich zugestehen und auch zulassen denn es bedeutet Heilung auf der Seelenebene.

2. Reden

Den eigenen Schmerz mitzuteilen und viel über die Gefühle sprechen zu können, kann für Trauernde eine Art Befreiung sein. Es tut einfach gut, darüber sprechen zu können und zu dürfen. In einem geschützten Raum wo man nicht das Gefühl vermittelt bekommt, dass der Gegenüber damit überfordert ist – ein Trauerbearbeitungs-Coaching.

3. Schreiben

Manche tun sich schwer damit oder wollen nicht über ihre Trauer und über ihre Gefühle reden.

Wenn auch Sie zu diesen Menschen gehören, kann Ihnen das Niederschreiben des Erlebten und der Gefühle bei der Trauerarbeit helfen

Dieses Niederschreiben kann beispielsweise in Form eines Tagesbuchs erfolgen oder in Form von Briefen an den geliebten Menschen, auch wenn dieser nicht mehr da ist. Es geht nur um das Niederschreiben und Verarbeiten. Wenn man dann im späteren Verlauf in die nächste Ebene gehen kann, können diese Briefe verbrannt werden. Mit diesem Ritual lässt man es los. Dies kann aber wirklich nur geschehen, wenn der Trauerprozess bereits sehr weit fortgeschritten ist.

4. Ablenkung

Manche Menschen lässt die Ablenkung die Trauer leichter „vergessen“. Sie stürzen sich in die Arbeit, treiben intensiv Sport – damit sie schmerzende Gedanken aus dem Kopf verdrängen und abends müde ins Bett fallen. Aus meiner eigenen Erfahrung hilft das wohl oberflächlich, aber die nicht gelebte Trauer hinterlässt Spuren, die uns später im Leben beinträchtigen kann.

5. Sich etwas Gutes tun

Im Trauerzustand vernachlässigt man sehr oft die eigene Person. Und darin liegt eine Gefahr. Sie sollten versuchen, sich etwas Gutes zu tun – ohne Gewissensbisse. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind, die Sie sich gönnen. Fangen Sie mit kleinen Schritten wieder an um sich selbst liebevoll zu kümmern – pflegen Sie sich, nehmen Sie sich Zeit für sich.

6. Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn Sie das Gefühl haben, aus dem trauern nicht alleine herauszukommen, sollten Sie sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Erste Ansprechperson kann der Hausarzt sein, aber auch ich als Coach kann Ihnen eine gute Trauerbegleiterin sein. Warum? Weil ich selbst in meinem Leben mehrere Traufälle selbst erleben durfte, aber auch schon öfters Trauerbegleitung war.

Trauernde haben oft das Gefühl, dass die Mitmenschen sie nicht verstehen, ihre Trauer nicht nachvollziehen können. Das kann Ihnen in einem geschützten Raum wie in einer Selbsthilfegruppe und/oder einer persönlichen Trauerbegleitungs-Coaching nicht passieren. Hier werden Sie auf Verständnis stoßen – Sie können Ihre Emotionen, Gedanken aber auch Ihre Befürchtungen offen aussprechen, ohne dass es jemand bewertet.

Solltest Du für Deine Trauerarbeit Unterstützung benötigen, dann ruf einfach an oder schreib mir eine Email.      Kontaktformular