Schmerzen, Leid und Krankheiten – wie sie uns dienen können!


Wenn wir uns einmal vorstellen, es gelänge uns die Schmerzen, Leid und alle Krankheiten ab zu schaffen, wie z.B. durch eine Genmani-pulation oder Eingriff in unsere DNA. Wäre das nicht Genial? Der Forscher bekäme den Nobelpreis, denn er hätte uns endlich vom Leid befreit.

Leidenden Menschen würden heute schon ihr ganzes Vermögen demjenigen geben, der ihre Schmerzen und/oder Leid verschwinden lassen könnte. Manche Menschen fliegen um die halbe Welt, in der Hoffnung, irgendwo eine Abhilfe durch einen Mediziner, Schamane zu erfahren.

Ohne SCHMERZEN und LEID, wie könnte das aussehen?


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Eine kleine Metapher hierzu:

Nun, stellen wir uns einmal vor ich bekäme Besuch und ich möchte diesem Besuch etwas zum Essen anbieten. Ich würde hierfür vielleicht ein Scheibe Brot herunter schneiden während ich mich mit meinem Besuch weiter unterhalte. Aufgrund meiner Unachtsamkeit schneide ich mich dabei, die Scheibe Brot würde rot getränkt werden, aber ich hätte ja keinen Schmerz, höchstens einen verkürzten Finger. Da ich ja keinen Schmerz dabei empfinde, würde mich das nicht weiter beunruhigen, und ich könnte eine weitere Scheibe abschneiden. Dabei schneide ich mich eventuell ein weiteres Mal, aber auch das wäre ja nicht weiter schlimm, denn ich bin ja kein Klavierspieler und wäre daher nicht auf die vollständige Länge meiner Finger angewiesen – weh tut es ja nicht, denn ich habe mein Schmerz empfinden abgestellt!

Was für ein Wahnsinn, denkt man vielleicht! Sollten wir nicht dankbar dafür sein, dass wir Schmerz, Leid empfinden können? Weshalb schmerzt denn ein Schmerz? In der Regel sind wir so sensibel, dass wir unsere Handlung sofort einstellen, sobald wir nur ein wenig mit dem Messer anritzen. Der Schmerz hat eine Botschaft: Dieser will uns mitteilen, „ändere Dein Verhalten!“ In diesem Beispiel ist die Botschaft leicht zu verstehen. Denn halte ich das Messer weiter rechts, verletze ich mich durch einen Schnitt. Denn auch wenn ich mit einem kürzeren Finger leben könnte, muss es doch gar nicht sein – oder? Vor allem wäre es ein Anzeichen von keiner guten Achtsamkeit und Bewusstsein.

In dem vorgenannten Fall versteht man relativ leicht, welche Aufgabe der Schmerz für uns hat und was man daraus lernen und verstehen soll. In einem anderen Fall wie z. B Krankheiten ist das schon nicht mehr so einfach. Krankheiten können ein Indiz dafür sein, mein Verhalten aber auch mein Leben zu überdenken und zu ändern. Ich verstehe mittlerweile, dass unser Körper uns zur Heilung dient. Das heißt, dass ich für mich verstanden habe, dass manches nur dann in die Heilung gehen kann, wenn ich diesem auch Raum gebe, der Raum hierfür ist mein Körper!

Schmerzen, Leid und Krankheiten sollen mich lehren, mein Verhalten und bisherigen Ansichten zu reflektieren um es dann eventuell zu verändern. Es ist niemals gegen uns, auch wenn sich das in dem IST-Zustand natürlich ganz anders anfühlt. Es kann für uns ein Geschenk für unsere Entwicklung bedeutet, wenn man es annehmen kann.


Die Krankheit, der Schmerz und das Leid wollen mich davor bewahren, weiter in die falsche Richtung zu streben und/oder irgendwas übersehe ich und das ist positiv – sehr positiv sogar, denn dadurch werde ich auf etwas aufmerksam gemacht!


Jede Krankheit verbirgt eine Botschaft für mich!

Schmerzen und Leid wollen wir alle vermeiden. Unangenehme Gefühle packen wir zur Seite, indem wir sie unterdrücken. Konflikten gehen wir aus dem Weg und Entscheidungen, die unseren Mut fordern, verschieben wir gerne bis auf weiteres. Das alles ist menschlich. Und doch steckt hinter jedem Leiden ein positiver Aspekt.

Wenn wir uns getrauen genau hin zu schauen, können wir erkennen, dass uns schmerzhafte Situationen dabei helfen wollen, unser Leben zu ändern. Viele von uns denken, dass uns das Leid daran hindert, unseren Lebensplan erfüllen zu können. Aber das ist genau anders herum.

Wenn man es schafft, hinter die Krankheit zu blicken und für sich die subjektive Botschaft erkennen und verstehen kann, erlangt man die Freiheit und die Macht sein Schicksal zu verändern. Um das zu erreichen, wenden wir unsere volle Aufmerksam der Botschaft, die in jedem Symptom steckt, und nicht der Krankheit zu.

Dazu benötigt der Mensch in der Regel einen Bewusstwerdungsprozess, damit er die Botschaft erkennen und verstehen kann. Sobald ich weiß, welche Botschaft mir mein Symptom vermitteln möchte, brauche ich diese Erkenntnis nur befolgen und das Symptom hat seine Aufgabe erfüllt und kann wieder verschwinden.

Diese Veränderung nennt die Schulmedizin „Spontanheilung“. Das hat aber mit Spontanität gar nichts zu tun – sondern nur Erkenntnisarbeit. Dabei ist es sehr wichtig sich von Existenzangst komplett zu befreien und jegliche Art von Schuldgefühlen zu begrenzen. Am besten man bespricht dieses Thema nicht mit Gott und der Welt, denn damit tut man sich aber auch der Umwelt nichts Gutes, sondern man bringt sich und die anderen in die Überforderung.

Eins ist sicher, keiner stirbt so schnell – egal was man hat. Du kannst Dir die Zeit und Ruhe nehmen, zur Reflexion, wie Du mit dieser Aufgabe umgehen willst. Spürst Du einen Impuls? Welcher Impuls ist es? Überforderung und/oder Rückzug? Schutzbedürfnis vor Eingriffe / Übergriffe der anderen?

Suche Dir bewusst und achtsam einen Menschen mit dem Du darüber reden kannst. Dabei sei achtsam mit Dir und Deinem Gegenüber – und bei Bedarf, kann ich Dir ganz bestimmt eine gute Wegbegleiterin sein, denn ich lebe es schon einige Jahre und kann Dir dadurch ein anderes Verständnis vermitteln, d. h. damit wird Dir die Reichweite Deiner Handlungsfähigkeit bewusst gemacht und Du kannst anschließend es Schritt für Schritt in Deinem Leben integrieren, wie und wenn Du es willst.