EGO versus SEELE


... meinen Sie, dass das ein provokanter Titel ist?

Für manche bestimmt, denn für die Zustimmung muss man in dem Prozess bereits bewusst und spürbar drin sein oder bereits durch.

Wie Sie ja wissen, befasse ich mich sehr intensiv mit dem Menschen, berufsbedingt, aber auch weil ich auf Lösungswege kommen will, die dem Menschen wirklich helfen können.

Aufgrund meines eigenen Weges, aber auch in der Arbeit mit den Menschen, bin ich auf folgendes Phänomen gestoßen.

Wenn unser Ego sehr stark ausgeprägt ist, das sich sehr gerne durch einen nicht so leichten Lebensweg oftmals entwickelt hat, was bereits in der Kindheit ausgelöst wurde, dann entwickelte sich ein Art Schutzmantel, genannt „Ego“ um uns herum. Das geschieht automatisch zum Schutz für uns und unsere empfindsame Seele, damit wir diese „extreme“ Zeit überhaupt überleben konnten.

Nur das mir das, was mir einmal als Schutz diente, auf meinem späteren Lebensweg ganz schön hinderlich sein kann, wenn man diesen Schutzwall, genannt Ego nicht bearbeitet.

Warum? Nun, das Ego hat die Oberhand und das Sagen für alle Lebensentscheidungen übernommen, da die Seele einmal damit überfordert war. Da wir auf der Welt sind unseren Seelenplan zu erfüllen und das EGO aber überhaupt nicht mit unserer Seele kommuniziert, wird das Ego nur für sich selbst wichtige Entscheidungen treffen – die der Seele wird ignoriert!

„der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht!“

Das geht solange „gut“ bis sich die Seele auf einer sehr massiven Weise zu Wort meldet. Dies kann über die Seele selbst als auch über den Körper geschehen.

In meiner Beobachtung, bei mir aber auch in meinem Umfeld stelle ich fest, dass alles mit uns versucht zu kommunizieren, nur nicht verbal - so auch unsere Seele!


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Wie kann sich die Seele Gehör bei uns verschaffen?

Aus meiner Beobachtung und Erfahrung in dem, dass die Seele selbst „depressiv“ wird und/oder über eine Erkrankung des Körpers bzw. durch einen Unfall.

Warum ist das so?

Nun, erst wenn es uns nicht mehr gut geht, ja unser Ego nicht mehr die „Rahmenbedingungen“ hat, dass er walten und schalten kann, wie er mag, erst dann müssen wir uns zwanghaft um uns kümmern. Das heißt, ich werde aufgefordert um mich zu kümmern, und werde durch „körperliche Schwäche“ zur Ruhe gezwungen, damit die Seele die Möglichkeit bekommt, mit uns in Kontakt zu kommen und wir sie endlich wieder beachten!

Sollte ich einen sogenannten Unfall haben, werde ich vorübergehend aus dem aktiven Verkehr gezogen, und ich habe Zeit über mich und meinem Lebensweg Gedanken zu machen.

Sie sehen, dass dieser Kampf eigentlich für uns ist und nicht gegen uns. Aber es kann sich oftmals ganz anders anfühlen, da es der Seele nicht wichtig ist, ob man

a.) Arbeit hat und damit genug Geld verdient und/oder

b.) ob man Statussymbole für sein Leben besitzt bzw. behalten kann

Im Gegenteil, das sind alles Sachen, das dem Ego sehr gefällt und dient. Der Seele ist wichtig, dass es das Leben leben kann, wofür sie auf die Welt kam.

Wie kann man beides in eine harmonische Beziehung bringen?

Indem dass ich anfange beide Anteile in mir war und ernst zu nehmen. Das muss nicht zwanghaft widersprüchlich sein. Manches ist nicht immer sofort realisierbar und da hat man die Möglichkeit eine Art Abmachung mit unserer Seele zu schließen.

Abmachung mit der Seele schließen – wie soll denn das gehen?

Eine Art Zwiesprache mit sich selbst – durch diese bewusste Wahrnehmung des Seelenwunsches und des Zeitaspekts, in der wir stecken, kann es sein, dass der Seelenwunsch noch warten muss – aber nicht vergessen wird. Im Gegenteil, dass kann z. B. geschehen, dass man mit sich ein Art Vertrag abschließt, das z. b. besagt, ich muss nun die nächsten Wochen nochmals was machen, was meiner Seele nicht so gefällt, aber ich dies zum Leben notwendig benötige (Geld um mein Lebensunterhalt zu bestreiten), aber danach und/oder währenddessen werde ich an der Realisierung meines Seelenplans arbeiten. Dies funktioniert aus meiner eigenen Erfahrung sehr wohl.

Fangen Sie bei Zeit an, sich der Seele zu zuwenden, damit nicht Ihre Seele zu drastische Mittel greifen muss, und Sie damit in die Knie zwingt. Denn dann wird es schmerzhaft.

Fragen Sie sich öfters bzw. machen Sie sich Ihre Handlungen bewusst, ob es Ihrem Ego dient oder Ihrer Seele.

▶   Welchen Beruf haben Sie für sich gewählt? War es eine Herzensentscheidung oder waren es andere Gründe wie z. B. Status, Verdienstmöglichkeiten oder der Wunsch Ihrer Familie, das Sie bewegt hat, den Beruf zu erlernen? Das gleiche gilt für das Studium. Macht mir die Fachrichtung Spaß und/oder brenne ich für dieses Thema?

▶   Welche berufliche Position üben Sie zurzeit aus? Ist es wahrlich das, was Sie wollen? Fühlt es sich rundum gut für Sie an? Wenn nein, warum machen Sie es?

▶   Fragen Sie sich in relativ kurzen Zeitabständen – bin ich zufrieden, mit dem Leben was ich lebe, oder sollte ich was ändern, damit es für mich stimmiger wird? Was muss ich ändern - diese Frage stellen Sie sich innerlich - und irgendwann bekommen Sie die Antwort, manchmal kann es dauern – GEDULD!

Denn dass Sie nun auf einmal Ihre Seele fragen, ist diese ja nicht gewohnt. Das heißt wenn Sie dies üben, üben und üben werden Sie systematisch immer schneller Ihre Antworten erhalten. Irgendwann sind Sie so bei sich angekommen, dass Sie immer sofort wissen was Sie wollen – und das was Sie wollen, auch gut für Sie ist!


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Ich entscheide täglich darüber ob ich mein Leben so leben will oder nicht. Die äußeren Einflüsse können wir nicht ändern und/oder delegieren, aber sehr wohl unsere eigenen. Wenn wir dies aber auch nicht beachten und ggfls. nachjustieren, dann manövrieren wir uns möglicherweise in eine nicht für uns so gute Situation hinein, das mir noch nicht einmal bewusst sein muss.

Daher, seien Sie mit sich achtsam - beachten Sie sich und Ihre Bedürfnisse!

In meinem Coaching unterstütze ich meine Klienten, in dem ich sie dafür sensibilisiere, wann sie ihr Ego bedienen und wann ihre Seele. Denn gerade am Anfang ist es nicht so einfach, dies zu unterscheiden.    Kontaktformular