Das Erbe der Kindheit - Befreiung von Mustern und Glaubenssätze!

Was war ist vorbei und sollte begraben werden und/oder unter dem Teppich bleiben!

Sind Sie auch dieser Meinung? Viele Menschen meinen, dass es keinen Sinn macht, sich mit alten Erlebnissen, Gefühlen und/oder Verhaltens- und Glaubensmustern auseinander zu setzten.

Was aber auffällt ist, dass es immer mehr Menschen in Deutschland schlecht geht! Entweder sie haben körperliche Anzeichen und/oder seelische – und die Zahl steigt!

Aber was macht uns so krank?

Wir leben in Angst und Abhängigkeiten ohne dass es uns bewusst ist. Wir funktionieren so gut wie es geht und das nur durch Konditionierungen und Erlebnisse aus der Kindheit.

Durch die Aussagen unserer Umwelt:

“Hab Verständnis dafür, dass ein anderer aggressiv, jähzornig oder gar gewalttätig ist. Das musst Du doch verstehen. Nimm bitte Rücksicht auf die Situation desjenigen.”

Durch diese Botschaft lernten wir in erster Linie:

Es ist nicht wichtig, wie Du Dich dadurch fühlst. Ignoriere Deine eigenen Gefühle denn der andere ist wichtiger als Du selbst.

Und durch die folgenden Aussagen:

“Reiß Dich zusammen. Zieh nicht so ein Gesicht. Ich hab Dich nicht lieb wenn Du so bist.”

Lernten wir in erster Linie:

Unsere wahren Emotionen dürfen nicht gezeigt, nicht gelebt und nicht gefühlt werden. Wir lernen unsere Gefühle zu unterdrücken und unser „natürliches“ Bedürfnis uns auszudrücken und uns nicht abzugrenzen.

Durch die Handlungen:

Wie Schweigen, strafen oder gar ignorieren bei unerwünschtem Verhalten. Bei Achtlosigkeit und Abweisung durch eigene Überforderung oder bei stetem Desinteresse weil anderes wichtiger ist.

Lernten wir:

“Ich bin nicht richtig wie ich bin. Was ich mache, mache ich falsch. Ich verbiege meine Seele, damit ich Aufmerksamkeit bekomme. Es wird stets etwas geben, das wichtiger ist als ich.


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Das Erbe der Kindheit - übergebene Muster und Glaubenssätze und was das mit dem Geschick unsere Beziehungen zu leben, zu tun hat!

Beziehungsmuster erkennen

Um eine erfüllende Beziehung zu führen und schmerzhafte Trennungen zu vermeiden, bedarf es der Reflektion und Erkenntnis über wiederkehrende Verhaltensmuster. Fragen wie „Welche Konflikte gab es in Ihren Beziehungen? Welche Gefühle oder Ängste haben Sie immer wieder beschäftigt?“, können Ihnen helfen, zum Kern des Problems vorzudringen. Erst wenn Sie sich über Ihr Verhalten in bestimmten Situationen bewusst sind, können Sie auch tatsächlich Änderungen bewirken. Die Veränderung gewisser Verhaltensweisen ist schwierig, jedoch nicht unmöglich.

Verschiedene Bindungsstile

Den Mittelweg zwischen Nähe und Distanz zu finden gehört zu den zentralen Schwierigkeiten in einer Beziehung. Manche Menschen benötigen sehr viel Nähe zu ihrem Partner, andere lieben ihre Freiheit und fühlen sich schnell vom Partner eingeengt. Diese Unterschiede haben ihren Ursprung in verschiedenen Bindungsstilen, die in der frühen Kindheit geprägt werden. Der Bindungsstil ist vergleichbar mit einem inneren Bild, das wir von uns und unserer Umwelt haben.

Eine Bezugsperson in der Kindheit, meist Mutter oder Vater, tragen in entscheidendem Maße dazu bei, wie wir uns später in engen Beziehungen verhalten.

Unbewusste Beziehungsmuster erkennen

Manchmal ist es in der Liebe wie im Spiel – man bekommt immer nur Nieten, nie den Hauptgewinn. Auf unser Liebesglück haben wir allerdings Einfluss. Geraten wir „immer an den Falschen“ stecken dahinter vielleicht unbewusste Beziehungsmuster, die wir seit der Kindheit mit uns herumtragen.

„Besonders die Beziehungserfahrungen in den ersten drei Lebensjahren haben einen stark prägenden Einfluss.“ Zwar machen wir im Laufe unseres Lebens eine Menge neuer und anderer Erfahrungen, aber wir wiederholen auch unbewusst das, was wir als Kinder erlebt haben.

Leider haben besonders negative Erfahrungen einen großen Einfluss im Erwachsenenalter. „Die daraus resultierenden, zumeist unbewussten Ängste können schlimmstenfalls zu einem neurotischen Beziehungsmuster führen“. Das kann sich z. B. in einem unangemessenen Nähe-Distanz-Bedürfnis äußern, andere haben furchtbare Angst vor dem Verlassen-Werden oder Schwierigkeiten, Vertrauen zu entwickeln. Wieder andere entwickeln Schutzmechanismen aus Angst vor Verletzungen und zeigen wenig Bereitschaft sich emotional zu öffnen. Meist geht es um die immer gleichen Themen: Nähe kontra Distanz, Vertrauen, emotionales Einlassen, Dominanz und Unterordnung.

Und warum kommen wir aus diesen Mustern nicht heraus, wenn wir doch so unglücklich damit sind?

„Wenn Ängste unbewusst bleiben, drängen sie auf Wiederholung. Haben wir als Kinder schlechte Beziehungserfahrungen gemacht, erleben wir als Erwachsene unsere eigene Handlungskompetenz in Beziehungen als geringer.“ Deshalb reagieren wir häufig mit Enttäuschung, anstatt selbst die Kontrolle zu übernehmen. Aber die frühkindliche Prägung und die daraus resultierenden Muster sind kein unausweichliches Schicksal: „Analysieren Sie Ihre bisherigen Beziehungen danach, welche Rolle Sie und Ihr Partner eingenommen haben“!

Ziehen Sie Bilanz: Welche Ängste und Gefühle haben Sie in der Beziehung begleitet, welche zentralen Konfliktthemen gab es? Auch die Trennungsgründe sind aussagekräftig: Gibt es vielleicht Ähnlichkeiten zwischen den Trennungsabläufen?

Fragen Sie sich auch, welche Charaktereigenschaften Ihre Partner hatten. Was macht einen Menschen für Sie interessant: Sind es eher typische Verhaltensweisen oder entscheiden überwiegend äußerliche Merkmale über die Anziehungskraft? Wenn Sie diese Kriterien prüfen, erkennen Sie, welche Muster bei Ihnen herrschen und Sie vorrangig bei der Partnerwahl beeinflussen.

Manchmal suchen wir uns auch gezielt Personen aus, die Eigenschaften haben, die wir selbst nicht ausleben können. Wir hoffen, durch den anderen unsere verdrängten Wünsche und Bedürfnisse zu verwirklichen. Im Großen und Ganzen geht es also um die Dynamiken, die in einer Partnerschaft herrschen. Wie geht das Paar miteinander um, wie viel bringt jeder in die Beziehung ein, lässt sich einer ausnutzen, ohne selbst etwas zu fordern? Manche haben immer Verständnis für das Verhalten ihres Partners und akzeptierte vieles über ihre Grenzen hinaus – aus Angst, ihn zu verlieren.

Das sind die uns übergebenen Muster und Glaubenssätze die ganz tief in uns verwurzelt sind!

Leider leben diese Muster so viele Menschen, dass es wirklich schon normal zu sein scheint. Aber ist es wirklich normal, dass man in Not sein muss, um Hilfe zu bekommen? Muss man Krank sein, um Mitgefühl und Aufmerksamkeit zu bekommen? Muss man Verständnis haben, wenn ein anderer uns nur sieht, wenn kein wichtigeres Ereignis vorhanden ist? Ist es wirklich normal, wenn andere uns verletzen, manipulieren oder emotional erpressen, dass wir dafür noch Verständnis haben?

Wo bleiben wir selbst in all dem? Wenn wir aus Angst arbeiten gehen, obwohl unser Körper/Seele schon lange sagt, dass es nicht mehr geht? Das wir anderen Macht über uns geben, weil wir einfach nur einen einzigen Menschen an unserer Seite haben wollen, für den wir wichtig sind?

Und genau diese Unsicherheit und Angst in uns, lässt auch uns manipulieren und emotional erpressen...

Sind wir verletzt, ziehen wir uns zurück und warten darauf, dass der andere auf uns zukommt. Sagt der andere was er denkt offen und ehrlich und trifft dabei wunde Punkte, die wir nicht sehen wollen, reden wir einfach nicht mehr mit ihm.

Stete Unsicherheit lässt uns immer klein bleiben. Rücksichtnahme gelernt lässt uns auf alles Rücksicht nehmen, das den anderen bis zur Weißglut treiben kann, weil wir nie klar sagen, was wir wollen und dadurch um den heißen Brei herum reden.

All dies und noch viel mehr zu erkennen, was uns daran hindert frei und unabhängig zu sein, ist wichtig. Es ermöglicht uns in eine Selbstbestimmung zu gehen, klare Aussagen zu machen, klares Erkennen der eigenen sowie fremden Emotionen. Durch diese Entwicklung können wir alte Machtstrukturen erkennen und auflösen, dass dann in der fortgeführten Entwicklung zu dem führt, das wir uns vor Manipulation, Verletzungen oder anderem schützen und abgrenzen können.


Selbst nach sich zu schauen, sich seine Bedürfnisse zu erkennen und zu erlauben und dann sich selbst zu erfüllen, lässt unsere Erwartungen los, dass es die Anderen für uns erkennen und erfüllen sollten und somit werden wir keine Enttäuschungen mehr erleben müssen!


Fazit

Was wir durch diese Entwicklung erreichen können, ist Unabhängigkeit auf materieller als auch auf emotionaler Ebene!



Als Coach zeige ich meinen Klienten wie sie Ihre Muster und Glaubensätze systematisch ablegen können. Die dadurch erreichte Freiheit und Unbeschwertheit ist nicht zu benennen!  Kontaktformular

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